Presse

Hier finden Sie aktuelle Konzertkritiken über Auftritte des Bonner Jugendsinfonieorchesters:

Szenen aus der Großstadt

Von Guido Krawinkel

Bonner Jugendsinfonieorchester
Fulminant: Streicher des Bonner Jugendsinfonieorchesters in der Beethovenhalle. Foto: MLH

21.06.2016 Bonn. Das traditionelle Patenschaftskonzert des Beethoven Orchesters mit dem Bonner Jugendsinfonieorchester wird zu einem großartigen Auftritt in der Beethovenhalle.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, heißt es gemeinhin und nach dieser Devise verfuhr man auch wieder beim Patenschaftskonzert des Bonner Jugendsinfonieorchesters mit dem Beethoven Orchester in der Beethovenhalle. Man wolle den jungen Musikern die Angst vor den Stücken nehmen, die eigentlich zu schwer erscheinen würden, so Wolfram Lehnert, der beim Beethoven Orchester Bonn (BOB) für das Projekt verantwortlich ist, vor dem Konzert. Dazu gehört aber nicht nur Mut, sondern auch Können, und dass es damit beim Bonner Jugendsinfonieorchester (BJSO) nicht hapert, das konnte man bei dem von Andreas Winnen geleiteten Konzert in imponierender Weise miterleben.

Zunächst hatte man sich César Francks Sinfonie d-Moll vorgenommen, ein klanglich ziemlich delikates Werk, das vor allem nach einer sensiblen Ausleuchtung der Partitur verlangt. Andreas Winnen schien das Stück nach der Devise „Eile mit Weile“ anzugehen. Jedenfalls ließ er das Orchester regelrecht in dem typisch Franck’schen pastosen Klanggestus schwelgen und setzte eher auf große Spannungsbögen denn auf kleinliche Details. Das gelang dem BJSO schon ziemlich gut.

Kein Vergleich war das jedoch zu dem, was die jungen Musiker nach der Pause demonstrierten. Da mobilisierte man mit George Gershwins „Ein Amerikaner in Paris“ und Maurice Ravels Bolero wirklich alle Leistungsreserven und steigerte sich zu einer uneingeschränkt großartigen Form. Gershwins musikalische Großstadtcollage etwa gelang mit Schmiss und Biss, hier bestachen die Musiker des BJSO mit knackiger Präzision und vor allem einer grandiosen Musizierlaune. Wuchsen sie hier schon deutlich über sich hinaus, so zeigte man erst recht mit Ravels Bolero, welch exzellente solistischen Talente in diesem Klangkörper schlummern.

Eine Viertelstunde lang reihte sich mit den ständig wiederholten Rhythmen und dem omnipräsenten Thema quasi Solo an Solo, das der Orchesternachwuchs mancher Aufregung zum Trotz herausragend absolvierte. Das Orchester wurde hier von Winnen mit einem extrem reduzierten Dirigat gleichsam dazu erzogen, aufeinander zu hören und zusammen Musik zu machen. Die jungen Musiker dankten es ihm, indem sie sich in einen regelrechten Flow hineinspielten und auch die Zugabe, ein fulminantes James-Bond-Arrangement, fabelhaft absolvierten.

21. Juni 2016

General-Anzeiger Bonn

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Grandiose Orchesterleistung – unterstützt vom Lions Club Bonn-Rhenobacum

Von Erhard Knauer

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Das BJSO beim erfolgreichen Benefizkonzert am 08. November 2015.

Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 E-Dur mit seinen wuchtigen Themen in den Ecksätzen und der elegischen Melodiefolge im 2. Satz wurde von der in England als Klavierpädagogin wirkenden Solistin Beate Toyka als Meisterleistung im Zusammenspiel mit dem Orchester dargeboten.

Vor der mitreißenden Aufführung der Sinfonie Nr. 9 e-Moll „Aus der neuen Welt“  von Antonín Dvořák unterstützten die Konzertbesucher die Benefizempfänger, nämlich die Aktion Weihnachtslicht des Bonner Generalanzeigers und das Bonner Jugendsinfonieorchester, indem sie Sekt und andere Getränke, sowie die von den Lions-Damen hergestellten Brezeln und Käsespieße in erfreulich starkem Maße konsumierten, so dass zusätzlich zu dem Erlös der über 300 Eintrittskarten auch noch ein weiterer Förderbetrag den Organisatoren im Lions Club Bonn-Rhenobacum übergeben werden konnte.

Die erwähnte Sinfonie „Aus der neuen Welt“  dokumentierte die künstlerische Reife der jungen Musiker. „Noch nie habe ich diese Sinfonie so begeistert wie heute“, sagte eine musikerfahrende Hörerin.

Im nächsten Jahr  wird – wie schon seit über zwei Jahrzehnten – wieder der Lions Club Bonn-Rhenobacum zusammen mit dem das Bonner Jugendsinfonieorchester ein Benefizkonzert zu Gunsten des Weihnachtslichts veranstalten

Lions Club Bonn-Rhenobacum

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Applaus für großartige Musik

Das Jugendsinfonieorchester beim Benefizkonzert für das „Weihnachtslicht“ in der Ema-Aula

Von Verena Düren

Mit einem Benefizkonzert in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (Ema) wurde am vergangenen Sonntag die GA-Aktion „Weihnachtslicht“ eingeläutet. Anlässlich des guten Zwecks hatten sich der Lions-Club Bonn-Rhenobacum und das Bonner Jugendsinfonieorchester (BJSO) unter der Leitung von Andreas Winnen zusammengetan. Der Vorsitzende des Lions-Clubs begrüßte das Publikum, bevor, bevor er das Wort an GA-Redakteurin Lisa Inhoffen übergab, die die Vize-Vorsitzende des „Weihnachtslicht“ ist. Mit der Aktion „Weihnachtslicht unterstützt der General-Anzeiger seit mittlerweile mehr als 60 Jahren bedürftige alte Menschen in der Region…

10. November 2015

General-Anzeiger Bonn

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Benefizkonzert für peruanische Partnerschule ein großer Erfolg

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Das Bonner Jugendsinfonieorchester in Aktion. Foto: Ferber

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Partnerschaft des Beethoven-Gymnasiums mit dem Colegio Ludwig van Beethoven in Arequipa (Peru) fanden sich am Abend des 25. Oktober 2015 mehr als 200 Besucher in der Aula der Bonner Universität ein, um sich mit der besonderen Reisebegleitung von Antonín Dvorák auf eine Reise „in die neue Welt“ einzulassen.

Dabei übernahm das Bonner Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Andreas Winnen in gekonnter und mitreißender Form die Reiseleitung. Dass Musik Welten eröffnen kann, ist gemeinhin bekannt, aber dieser Abend stellt hierfür nochmals ein besonders gutes Beispiel dar. Die Zuhörer wurden von der Begeisterung und Präzision der jungen Musiker angesteckt und brachten dies in nicht enden wollendem Applaus zum Ausdruck.

Das Benefizkonzert zeigte, wie sinnvoll man die durch die Zeitumstellung gewonnene Stunde investieren konnte. Alle Anwesenden waren von der Kraft der Interpretation von Dvoráks 9. Sinfonie begeistert. Ein weiteres Mal konnte man die Erfahrung machen, dass Kulturgenuss einer der angenehmsten Wege zur konkreten Hilfe für andere sein kann.

Durch den Erlös des Konzertes kann auch im nächsten Jahr der Musikunterricht an der peruanischen Partnerschule des Beethoven-Gymnasiums Bonn finanziert werden.

Beethoven-Gymnasium Bonn

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Keine Angst vor großen Komponisten

BONN. Einige Wochen früher als in den vergangenen Jahren konzertierte das Bonner Jugendsinfonieorchester unter Andreas Winnen in der Beethovenhalle. Patenschaften hatten wieder Mitglieder des Beethovenorchesters übernommen. Bemerkenswert war, dass wieder ein Werk des zu Unrecht im Hintergrund des heutigen Konzertlebens gebliebenen Bonner Komponisten Ferdinand Ries (1784-1838), in Form der Ouvertüre zu Schillers Trauerspiel „Don Carlos“ op. 94 auf dem Programm stand und mit Robert Schumann ein weiterer Rheinländer vertreten war. Von ihm war die Sinfonie Nr. 1 in B-Dur op. 38 mit dem Beinamen „Frühlingssinfonie“ zu hören. Im Zentrum des überlegt konzipierten Programms stand Chopins Klavierkonzert…

Kölnische Rundschau

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Junge Musiker spielen für das Weihnachtslicht

Vor großem Publikum spielte am Sonntagabend das Bonner Jugendsinfonie-Orchester unter der Leitung von Andreas Winnen zugunsten der GA-Hilfsaktion „Weihnachtslicht“ und der Jugendarbeit des Orchesters. Gastgeber in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums war der Lions Club Bonn-Rhenobacum, der das Konzert seit vielen Jahren organisiert. Auf dem Programm: Die Ouvertüre zu Mozarts Zauberflöte, Beethovens 7. Sinfonie und das Cello-Konzert von Édouard Lalo, das der erst 19-jährige Cellist Antoni Gralak bravourös spielte. Das Publikum entließ ihn nicht ohne Zugabe. Club-Präsident Joachim Krüger dankte den Musikern und ihrem Dirigenten für die Benefiz-Veranstaltung. Wie hoch der Erlös aus dem Kartenverkauf und dem Pausenbüffet ist, stand bis gestern noch nicht fest.

4. Novemeber 2014

General-Anzeiger Bonn

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Bonner Jugendsinfonieorchester spielt beim Patenschaftskonzert

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Das Bonner Jugendsinfonieorchester beim Patenschaftskonzert in der Beethovenhalle. Foto: Barbara Frommann

Von Guido Krawinkel

BONN. Es geht beständig aufwärts beim Bonner Jugendsinfonieorchester. Die Entwicklung, die dieser Klangkörper in den letzten Jahren vorzuweisen hat, ist beeindruckend, und das ist zweifellos ein Ergebnis der Kooperation, die das Orchester mit seinem „großen Bruder“, dem Beethoven Orchester pflegt.

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Jonathan Zydek als Solist am Klavier. Foto: Felix von Hagen

Vor diesem Hintergrund konnte man Wolfram Lehnert vom Beethoven Orchester nur zustimmen, der vor dem Konzert das Wort ergriff und die Kooperation durch die wiederbelebten Kürzungspläne beim Orchester gefährdet sieht. Es bleibt zu hoffen, dass – egal wie es kommen wird – die Kooperation erhalten bleibt, denn am Ende wird sonstnicht nur das Beethoven Orchester, sondern vor allem dessen in den letzten Spielzeiten immer mehr ausgeweitete musikalische Nachwuchsarbeit als Verlierer dastehen.

Heimliche Helden des Konzertes in der Beethovenhalle, bei dem das Jugendsinfonieorchester durch einige Musiker aus dem Beethoven Orchester verstärkt wurde, waren die tiefen Streicher. Die erwiesen sich als gut aufgestellt, beim intonatorisch ausgesprochen heiklen Beginn der Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ von Gioachino Rossini ebenso wie im Allegretto von Ludwig van Beethovens siebter Sinfonie.

Vor allem die satte Klangfärbung, die aber nicht auf Kosten stimmlicher Transparenz ging, ließ hier aufhorchen, das klang alles ungemein kultiviert. Solche schönen Details konnte man des Öfteren hören, etwa die schön herausgearbeitete Spannung zwischen Dramatik und Idylle in der Rossini-Ouvertüre oder die zumeist vorbildliche Präsenz, die das Orchester im rhythmisch gelegentlich etwas hakeligen Presto aus der siebten Sinfonie zeigte. Zusammen mit manch schön subtil gestaltetem Übergang – etwa zwischen Einleitung und Hauptteil des Kopfsatzes – bei dem man schön die Spannung hielt, ergab sich so ein stimmiger Gesamteindruck.

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Andreas Winnen dirigiert das Bonner Jugendsinfonieorchester. Foto: Felix von Hagen

Daran hatte nicht zuletzt Andreas Winnen mit seinem ebenso präzisen wie motivierenden, immer wieder auf große Bögen abzielendem Dirigat, den entscheidenden Anteil. Solowerk des Abends war das achte Klavierkonzert von Ferdinand Ries, das den beziehungsreichen Titel „Gruß an den Rhein“ trägt. Aber nicht nur das machte das mit durchaus zeittypischem virtuosen Leerlauf aufwartende Werk interessant. Eine derartige Repertoireperle überhaupt mal öffentlich zu hören, was nicht zuletzt dem unermüdlichen Engagement von Wolfram Lehnert geschuldet ist, kann man schon als Ereignis bezeichnen.

Aber die Darbietung durch das Bonner Jugendsinfonieorchester stand dem in nichts nach, wiewohl man anfangs erst einige Takte brauchte um sich zu sortieren. Über den Solisten Jonathan Zydek, der kurzfristig eingesprungen war, braucht man eigentlich nicht viele Worte zu verlieren. Er machte seine Sache absolut souverän und rundum perfekt.

24. Juni 2014

General-Anzeiger Bonn

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Lionsclub und Jugendsinfonieorchester halfen mit Benefizkonzert

LionsClub 2013
Das Bonner Jugendsinfonieorchester begeistert beim Benefizkonzert in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. Foto: Barbara Frommann

 

Bonn. Tue Gutes und höre zu: Das ist seit vielen Jahren das Motto des Lionsclubs Bonn-Rhenobacum, wenn er zum Konzert bittet. So am vergangenen Sonntagabend, an dem er gemeinsam mit dem Bonner Jugendsinfonieorchester wieder zu einem Abend zugunsten der Aktion Weihnachtslicht des General-Anzeigers eingeladen hatte.

Orchesterchef Andreas Winnen und seine jungen Musiker boten mit dem Solisten Felix Wahl am Flügel in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA) einen Hörgenuss erster Güte. Schon nach dem Auftakt mit Felix Mendelsohn Bartholdys „Hebriden-Ouvertüre op 26“ gab es langen und herzlichen Beifall vom Publikum im gut besetzten Saal der Aula.

Fulminant der Auftritt von Felix Wahl, der im gelungenen Zusammenspiel mit dem Jugendsinfonieorchester die Zuhörer mit Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 regelrecht verzauberte. Der Konzertabend endete mit der Aufführung der Sinfonie Nr.6 von Antonin Dvorák. Stefan Raetz, Bürgermeister von Rheinbach und neuer Präsident des Lionsclubs Bonn-Rhenobacum, hatte vor Beginn des Konzerts alle Zuhörer begrüßt und auf den Abend eingestimmt.

GA-Redakteurin Lisa Inhoffen, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Weihnachtslicht, dankte Veranstaltern und Zuhörern für ihr Engagement. Sie erinnerte zudem an die vielen bedürftigen alten Menschen in Bonn und der Region, denen das Weihnachtslicht dank vieler Spenden jährlich zu Weihnachten eine große Freude machen kann. Wie viel Geld an diesem Konzertabend zusammenkam, stand gestern noch nicht fest. Schließlich kommt neben den Eintrittsgeldern auch der Erlös aus dem Pausenbüfett dem Weihnachtslicht zugute.

12. November 2013

General-Anzeiger Bonn